15. Türchen – Butzel und der Stollen mit Herz

Shownotes

🎄 15. Türchen – Butzel und der Stollen mit Herz

Toni summt! Lilo: "Das ist ja fast wie Schnee im Sommer!" Sie gehen zu Frau Fröhlich am Viktualienmarkt. Sie hat Stollen gebacken – "Mit ganz viel Liebe." Frau Fröhlich öffnet Türchen 15: "Noch 9 Tage. Dann fahr ich zu meinen Kleinen. Heiligabend früh." Sie erkennt Butzel: "Der Kleine mit dem Leuchteohr!" Sein linkes Ohr leuchtet im Schatten. Butzel probiert Stollen – wie ein Stück Zuhause. Dann sieht er Fotos: Ein Wald. Ein Bachlauf. Ein Baum mit Astloch wie ein Herz. "Das ist… MEIN Wald!" Sein Zuhause! Der Wald auf den Fotos! Noch 9 Tage. Butzel denkt an Mama, Papa, Nelli. Aber auch an Lilo, Toni, Frau Fröhlich. Kann man zwei Zuhause haben? Und: Wie komme ich nach Hause? Ein Funken Hoffnung: Frau Fröhlich fährt Heiligabend… zu SEINEM Wald.

📆 DIESE EPISODE

  1. Türchen von 24 Erschienen: 15. Dezember 2025 Länge: ca. 11 Minuten Für Kinder von 3-11 Jahren und ihre Familien

🎧 NÄCHSTE EPISODE Morgen, 16. Dezember: Was wird Butzel als Nächstes entdecken? Ein neues Abenteuer wartet! Alle Episoden findest du auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.

💭** IN DIESEM TÜRCHEN ERLEBST DU:** Butzel wacht auf mit einem neuen Gefühl: "Ich glaub… ich hab mich an München gewöhnt" Toni summt! Ein echtes Summen! Lilo: "Toni summt?! Das ist ja fast wie Schnee im Sommer!" Tonis Ohren verraten ihn – sehr Zum Viktualienmarkt – zu Frau Fröhlich Stollen! Viele! Mit Puderzucker wie Schnee im Mondlicht Ein Schild: "Stollen – mit ganz viel Liebe gebacken" Butzel: "Ich wusste nicht, dass man Liebe backen kann" Frau Fröhlich öffnet Türchen 15: "Noch 9 Tage" "Heiligabend früh geht's los. Direkt vom Markt aus" Butzel rechnet: Noch 9 Haselnüsse übrig – nicht viel, aber vielleicht genug? Frau Fröhlich erkennt Butzel: "Der Kleine mit dem Leuchteohr!" "Das linke Ohr leuchtet im Schatten – als ob jemand dort einen Funken Licht versteckt hätte" Butzel wird rot unter dem Fell – richtig rot! Lilo: "Das ist das schönste Kompliment, das du je bekommen hast!" Butzel probiert Stollen – warm, süß, wie ein Stück Zuhause zum Essen Fotos am Stand – zwei Kinder, ein Wald, Lichtungen, Moos Butzel klettert näher – Denk-Wackel Ein Bachlauf – über dessen Steine er gesprungen ist! Ein Baum mit Astloch wie ein Herz "Das ist… MEIN Wald! MEIN Zuhause!" Seine Stimme zittert – seine Augen werden warm Frau Fröhlich sieht ihn – legt ihm eine Mandel hin Lilo legt ihm die Pfote auf die Schulter – still, einfach da Toni: "Wir sollten öfter herkommen. Vielleicht… einfach so" Frau Fröhlich: "Manchmal braucht man ein Stück Süßes fürs Herz" Sie zwinkert – ganz bewusst Rückweg – niemand spricht, alles ist so groß Butzels Gedanken: Mama, Papa, Nelli – sein Versprechen Aber dann: Lilo, Toni, Frau Fröhlich – sein neues Zuhause Kann man zwei Zuhause haben? Die große Frage: Wie komme ich nach Hause? Ein Funken Hoffnung: Frau Fröhlich fährt Heiligabend… zu seinem Wald

🌟 BESONDERE MOMENTE: Butzel: "Ich glaub… ich hab mich an München gewöhnt" Die Stadt lächelt ihm zu – leichter, vertrauter Toni summt – kein Lied, aber ein echtes Summen! Lilo ungläubig: "TONI SUMMT!" Toni: "Ich summ doch nicht" – aber seine Ohren verraten ihn Der Markt riecht nach "frisch gebackener Stille" Toni liest das Schild langsam vor – sehr langsam, aber richtig! Lilo: "Man schmeckt die Liebe doch!" Frau Fröhlich: "Noch 9 Tage. Dann fahr ich zu meinen Kleinen" Butzel rechnet schnell: 9 Haselnüsse übrig Frau Fröhlich erkennt ihn: "Der Kleine mit dem Leuchteohr" "Ein Funken Licht versteckt" – im linken Ohr Butzel wird rot – Lilo: "Das schönste Kompliment!" Lilo probiert Stollen: "OH! OH IST DAS… NUSS-TASTISCH!!!" Butzel steckt Stollen in den Rucksack – ohne die goldene Eichel ist Platz Ein seltsames Gefühl – ein Ziehen, ganz fein Die Fotos – "Da… das kenne ich…" Der Bachlauf – über den er gesprungen ist! Der Baum mit Astloch wie ein Herz – SEIN Baum! "Das ist… MEIN Wald! MEIN Zuhause!" Seine Stimme zittert, wird klein, ganz klein Frau Fröhlich sieht ihn – sagt nichts, aber legt ihm eine Mandel hin "Ich sehe dich. Auch wenn ich dich nicht verstehe" Lilo: Still, einfach da – Pfote auf der Schulter Toni: "Es klang… wie Fürsorge" Frau Fröhlich: "Ihr bringt… Leben" – dann zwinkert sie Butzels Gedanken: Wenn ich gehe… verliere ich das hier Kann man zwei Zuhause haben? Oder muss man sich entscheiden? Die große Frage: Wie komme ich nach Hause? Zu Fuß? Unmöglich! Ein Funken: Frau Fröhlich fährt Heiligabend… zu seinem Wald "Noch keine Lösung. Aber… einen Funken. Eine Möglichkeit" Das Gefühl: Ziehen, warm, weh, schön – nicht Heimweh, aber der Beginn "Es würde einen Weg geben. Er wusste nur noch nicht welchen"

🍰 DER STOLLEN: Mit ganz viel Liebe gebacken Puderzucker glitzert wie Schnee im Mondlicht Warm, süß, weich Wie ein Stück Zuhause zum Essen

📸 DIE FOTOS: Zwei Kinder im Winter Frau Fröhlichs Tochter Waldlichtungen, Moos Ein umgestürzter Baum Ein Bachlauf – über den Butzel gesprungen ist Ein Baum mit Astloch wie ein Herz – BUTZELS Baum! Das ist sein Wald! Sein Zuhause!

📍 ORTE IN DIESER FOLGE: Die vier Löwen bei der Residenz (Toni summt!) Der Viktualienmarkt – besonders warm heute Frau Fröhlichs Stand mit den Stollen

🎯 THEMEN DIESER FOLGE: Heimat – Butzel findet seinen Wald auf den Fotos Zwei Zuhause – Kann man das haben? Sehnsucht – Nach Mama, Papa, Nelli Zerrissenheit – Aber auch nach Lilo, Toni, Frau Fröhlich Versprechen – "Ich bin Weihnachten zuhause" Die große Frage – Wie komme ich nach Hause? Hoffnung – Ein Funken: Frau Fröhlich fährt Heiligabend

🔢 NOCH 9 TAGE: Frau Fröhlich öffnet Türchen 15 Noch 9 Tage bis Weihnachten 9 Haselnüsse übrig – nicht viel, aber vielleicht genug? Heiligabend früh fährt Frau Fröhlich los

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🎵 MUSIK "Magical Christmas" Lizenziert über CapCut

👤 CREDITS Geschichte & Stimme: Claudia von Butzelzeit Produktion: Butzelzeit © 2025 Butzelzeit. Alle Rechte vorbehalten.

🎄** BUTZELS ADVENTSKALENDER** 24 Geschichten voller Herz, Mut und kleiner Wunder. Täglich eine neue Episode bis zum 24. Dezember. Folge jetzt, damit du kein Türchen verpasst!

Transkript anzeigen

00:00:04: Vielleicht brennt bei dir gerade eine Kerze?

00:00:07: Hier kommt Türchen fünfzehn.

00:00:13: Butzel wachte mit einem Gefühl auf, dass er nicht ganz kannte.

00:00:17: So weich wie Moos, so kribbelnd wie Nussduft, so warm wie Heimkommen.

00:00:23: Komisch flüsterte er.

00:00:26: Ich glaube, ich habe mich an München gewöhnt.

00:00:30: Mit diesem warmen Gefühl im Bauch sprang er los.

00:00:33: Heute fühlte sich die Stadt ein bisschen leichter an.

00:00:37: Ein bisschen vertrauter, als würde sie ihm zulächeln.

00:00:41: Und dann war den Löwen, sah er es.

00:00:44: Toni summte.

00:00:45: Kein Lied, ein Summen, ein echtes.

00:00:49: Lilo blieb wie angewurzelt stehen.

00:00:51: Toni summt, lösterte sie unglaubig, dann lauter.

00:00:56: Uzzel, Toni summt!

00:00:58: Das ist ja fast wie Schnee im Sommer.

00:01:00: Toni hörte sofort auf.

00:01:02: Ich summe doch nicht.

00:01:04: Aber seine Ohren verrieten ihn.

00:01:07: Sehr.

00:01:08: Uzzel grinste.

00:01:10: Es war ein guter Morgen.

00:01:11: Wohin heute?

00:01:13: fragte er.

00:01:14: Toni seien den Himmel.

00:01:16: Ich habe das Gefühl, wir könnten mal wieder beim Vektualienmarkt vorbeischauen.

00:01:23: Ja, ja, ja, Frau fröhlich.

00:01:25: gebrannte Mandeln, Stollenzucker, Zuckerschnee, Schneezuckernüschen.

00:01:29: Wird super.

00:01:31: Der Markt roch heute besonders warm, nach Zimt, nach Äpfeln.

00:01:37: Nach frisch gebackener Stille, der Art, die nur Menschen machen können, die etwas mit Liebe tun.

00:01:44: Lilo raste voraus, da, da ist sie!

00:01:47: Frau Fröhlich stand hinter ihrem Stand, das gleiche warme Lächeln wie immer.

00:01:52: Aber heute hatte sie einen Extratisch aufgebaut.

00:01:56: Darauf lagen Stollen, viele, große, kleine, mit Puderzucker, der glitzerte wie Schnee im Mondlicht.

00:02:05: Einen Schild hing daran.

00:02:06: Toni las es leise vor, sehr langsam, aber richtig.

00:02:12: «Nollen mit ganz viel Liebe gebacken!» Butzel staunte.

00:02:23: «Ich wusste nicht, dass man mit Liebe backen kann.

00:02:26: Natürlich kann man das, rief Lilo.

00:02:29: Das schmeckt man doch!».

00:02:31: Frau Fröhlich griff nach dem Adventskalender an der Wand hinter sich.

00:02:35: Türchen, fünfzehn, murmelte sie lächeln zu sich selbst.

00:02:39: Sie öffnete es vorsichtig.

00:02:41: Drinnen lag ein kleines Stück Schokolade.

00:02:45: Noch neun Tage, sagte sie leise.

00:02:48: Ihre Augen wurden warm.

00:02:50: Dann fahre ich zu meinen Kleinen.

00:02:52: Heiligabend früh geht's los, direkt vom Markt aus.

00:02:56: Sie säufzte glücklich.

00:02:58: Eineinhalb Stunden Fahrt?

00:03:00: Hm, das ist schnell geschafft.

00:03:03: Butzel hochte auf.

00:03:05: Neun Tage.

00:03:06: Heiligabend, sie fährt zu ihrer Tochter mit dem Auto.

00:03:11: Er rechnete schnell.

00:03:13: Fünfzehn Türchen offen, noch neun bis Weihnachten, das war wie neun Haselnüsse übrig, nicht viele, aber vielleicht genug.

00:03:24: Frau Fröhlich drehte sich um, sie sah genau hin.

00:03:28: Na, da schau einer, sagte sie sanft, der Kleine mit dem Leuchtohr ist wieder da.

00:03:34: Butzel erstahte.

00:03:36: Sieh sie, erkennt mich?

00:03:38: Lüsterte er zu Lilo?

00:03:40: Frau Fröhlich konnte seine Worte natürlich nicht hören, Menschen verstanden keine Eichhörnchensprache, aber sie sah seinem Blick, sah, wie er sich aufrichtete, sah das Staunen in seinen Augen.

00:03:53: Na das linke Ohr, erklärte sie lächelnd, als hätte sie seine Frage gespürt.

00:03:58: Es leuchtete im Schatten ein kleines bisschen, als ob jemand dort einen Funken Licht versteckt hätte.

00:04:06: Wutzl wurde rot unter dem Fell.

00:04:08: Richtig rot, Lilo zischt ihm zu.

00:04:11: Das ist das schönste Kompliment, das du je bekommen hast.

00:04:16: Frau Fröhlich holte eine winzige Scheibe Stollen hervor, so klein, dass sie perfekt in eine Eichhörnchenfote passte.

00:04:24: Hier, für euch drei.

00:04:27: Lilo schnappte zuerst zu, kaute, froh ein, kaute wieder.

00:04:32: Oh, das rot, das ist.

00:04:35: Bitte nicht explodieren, flehte Toni.

00:04:38: Das ist nustastisch.

00:04:41: Butzel probierte.

00:04:43: Der Geschmack war warm, süß, weich, wie ein Stück zu Hause, das man essen konnte.

00:04:50: Er steckte ein kleines Stückchen in seinen Rucksack.

00:04:53: Da war endlich wieder Platz, viel Platz, ohne die goldene Eichel.

00:04:58: Das hinterließ ein seltsames Gefühl in seiner Brust.

00:05:01: Ein Ziehen, ganz fein.

00:05:05: Als Toni den Stand musterte, bemerkte er etwas.

00:05:09: Da hängen Fotos, sagte er leise.

00:05:12: Viele Fotos.

00:05:15: An einem Holzbalken klebten Fotos.

00:05:17: Zwei Kinder im Winter, Frau Fröhlichstochter, Waldlichtungen Moos, ein umgestürzter Baum.

00:05:25: Butzel kletterte ein Stück näher, sein Popo begann zu wackeln.

00:05:29: Denkwackel an.

00:05:31: Das, das kenne ich.

00:05:34: Noch ein Foto und noch eins.

00:05:37: Eines zeigte einem Bachlauf, über dessen Steine Butzel als kleines Eichhörnchen gesprungen war.

00:05:43: Sein Herz schlug plötzlich schneller.

00:05:46: Da war ein Baum mit einem Astloch, das aussah wie ein Herz.

00:05:50: Sein Art stockte.

00:05:51: Das war sein Baum, das war sein Wald, das war zu Hause.

00:05:58: Das flüsterte er.

00:06:00: Das ist mein Wald.

00:06:02: Lilo drehte sich sofort zu ihm.

00:06:05: Dein Welcher?

00:06:06: Mein Wald, sagte Butzel, und seine Stimme zitterte, wo ich herkomme, da spielen die Kinder manchmal ja genau dort.

00:06:16: Seine Stimme wurde klein, ganz klein, seine Augen warm, sehr warm.

00:06:22: Das, das ist mein Zuhause.

00:06:25: Frau Fröhlich sah ihn an.

00:06:27: Sie konnte seine Worte nicht hören, natürlich nicht, aber sie sah, wie sein Fell sich aufstellte.

00:06:33: sah, wie er zitterte, sah den Blick auf dem Foto.

00:06:38: Sie sagte nichts, fragte nicht nah, aber sie legte ihm eine weitere kleine Mandel hin.

00:06:44: Ganz sanft, als würde sie sagen, ich sehe dich, auch wenn ich dich nicht verstehe.

00:06:50: So ein schöner Ort, sagte sie leise, da wohnt viel Licht.

00:06:55: Bozeln nickte langsam, ja, lösterte er Licht.

00:07:01: Das ziehenem Brustkorb wurde stärker, nicht schlimm?

00:07:04: Nur neu.

00:07:05: Lilo legte ihm die Pfote auf die Schulter.

00:07:08: Still, einfach da.

00:07:10: Toni reuspert er sich.

00:07:13: Wir sollten öfter herkommen, sagte er leise.

00:07:17: Vielleicht einfach so.

00:07:19: Es klang nicht streng, gar nicht.

00:07:21: Es klang wie Fürsorge.

00:07:24: Frau Fröhlich packte ihnen drei winzige Papiertüten ein.

00:07:28: Für später, sagte sie, manchmal braucht man ein Stück Süßes.

00:07:33: Nicht für den Bauch, sondern fürs Herz.

00:07:36: Wurzelschluckte schwer.

00:07:38: Danke, flüsterte er.

00:07:41: Sie konnte ihn nicht hören, aber sie sah sein Nicken, sein Zittern, sein Leuchten.

00:07:46: Gerne, sagte sie sanft.

00:07:49: Ihr drei seid mir aufgefallen, ihr bringt Leben.

00:07:53: Und dann zwingerte sie, ganz bewusst.

00:07:58: Als sie zu ihrem Treffpunkt zurück liefen, sprach niemand.

00:08:02: Nicht aus Traurigkeit.

00:08:04: sondern weil alles zu groß wirkte.

00:08:06: Butzel dachte nach.

00:08:08: Sein Wald, seine Familie, Mama, Papa, Nelly, Finn.

00:08:14: Er hatte versprochen, ich bin Weihnachten zu Hause, noch neun Tage.

00:08:19: Sein Herz machte einen Sprung.

00:08:21: Zu Hause.

00:08:23: Er konnte es fast riechen, die Tannen, das Moos, die feuchte Erde nach dem Regen.

00:08:29: Aber dann sah er zu Lilo, zu Troni, dachte an Frau Fröhlich, an die Löwen, an die Lichter.

00:08:37: Und sein Herz zog sich zusammen.

00:08:39: Wenn er ging, dann würde er das hier verlieren.

00:08:42: Die Stadt, die Freunde, das Zuhause.

00:08:45: Konnte man zwei Zuhause haben?

00:08:48: Oder musste man sich entscheiden?

00:08:51: Und dann kam die andere Frage, die noch größere.

00:08:55: Der Wald war weit.

00:08:57: So weit, wie sollte er das schaffen?

00:09:00: Zu Fuß?

00:09:01: Unmöglich.

00:09:02: Mit der Straßenbahn?

00:09:03: Die fuhr nicht in den Wald.

00:09:05: Sein Popo wackelte.

00:09:07: Denkwackel an.

00:09:09: Aber diesmal kam keine Lösung, nur eine Frage.

00:09:13: Groß, schwer, offen.

00:09:17: Wie komme ich nach Hause?

00:09:20: Und dann, ganz leise, flüsterte eine Erinnerung.

00:09:24: Frau Fröhlich.

00:09:26: Heiligabend früh geht's los, direkt vom Markt aus.

00:09:30: Sie fuhr zu ihrer Tochter, zu dem Wald auf den Fotos.

00:09:33: Zu seinem Wald.

00:09:35: Butzel spürte etwas.

00:09:37: Noch keine Lösung, aber einen Funken, eine Möglichkeit.

00:09:42: Irgendwo da draußen.

00:09:44: Kurz bevor sich ihre Wege trennten, hob Lilo die Pfote.

00:09:48: »Frutten High Five?«.

00:09:50: »Ja,« sagte Butzel leise, »bitte.«.

00:09:53: »Klatsch, klatsch, klatsch, alle drei trafen.

00:09:56: Zart und warm.«.

00:09:58: Butzel kletterte in seinen Türkranz.

00:10:01: Er holte das Stück Stollen hervor.

00:10:03: Roch daran schloss die Augen.

00:10:06: Da war dieses Gefühl wieder.

00:10:08: Ziehen, warm, weh, schön, nicht heimweh, noch nicht, aber vielleicht der Beginn davon.

00:10:16: Er sah hoch, der Stern leuchtete über München, hell, klar, freundlich.

00:10:23: Gute Nacht.

00:10:25: Aus der Ferne von Lilos Nest kam ein fröhliches, gute Nacht, und von Tonys Dachvorsprung ein prummeliges, aber warmes.

00:10:33: Gute Nacht.

00:10:35: Putzel legte die Pfote auf seinen Herzfleck.

00:10:39: Er dachte an den Wald, an Mama, an Papa, an Nelly, an Finn.

00:10:43: Er dachte an München, an Lilo, an Toni, an Frau Fröhlich.

00:10:48: Noch neun Tage.

00:10:50: Die Frage war noch da.

00:10:51: Groß, offen.

00:10:53: Aber irgendwo ganz tief spürte er, es würde einen Weg geben.

00:10:58: Er wusste nur noch nicht, welchen.

00:11:00: Gespeichert.

00:11:02: Rheinester, ein Stern, ein Foto seines Waldes und ein Stück Stollen, das leise nach zu Hause schmeckte.

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